Systemische Fach-Tage am Bodensee

Ganz im Zeichen von Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung stand die diesjährige Systemische Fachtagung am 7. und 8. Oktober in Friedrichshafen.

Wirklich neu und traumhaft schön war für mich die Kulisse am Bodensee!

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Ansonsten konnte ich, bekannte systemische Methoden, Konzepte und Ideen um einige, neuen Facetten erweitern.

Es gab also ein paar gute Impulse, die ich von den namenhaften Referenten mitnehmen konnte und bestimmt in meine Arbeit integrieren werde:
– Interventionen aus der Familientherapie lassen sich sehr gut in die Arbeit mit Systemen und OE übertragen. Das hat Dr. Jochen Schweitzer sehr anschaulich in seinem Workshop über „Zeitlinien, Sprechchöre und Skulpturen“ gezeigt.
Daraus kann ich Einiges für meine supervisorische Arbeit mit den Teams entnehmen.
– Beratung, auch wenn unterschiedlich genannt – ob Supervision oder Coaching – zielt immer auf die Hilfe zur Selbstveränderung (und Selbst-Entwicklung).
Nomen est Omen, aber der Inhalt zählt und – verständlicherweise – ist das Wichtigste für meine Klienten vor allem das Ergebnis der Beratung!
– Das Thema, „das Lernen lernen“ ist nach wie vor hoch aktuell!
Dies erscheint sofort nachvollziehbar, wenn wir es auf Kinder beziehen, hier aber wurde es von Prof. Dr. Helmut Willke in Zusammenhang mit Veränderungen in Systemen und Organisationen genannt. Teams und Organisationen befinden sich im ständigen Wandel also müssen sie immer weiter dazu „lernen“. Nicht nur. Sie müssen auch verstehen, wie sie dies tun können, wenn sie als Solche überleben möchten.
Konkret heißt das für mich, dass Teams und Organisationen, die stabil bleiben möchten, nicht „gleich“ bleiben können, sondern sich verändern müssen, um sich weiter zu entwickeln. Klingt Paradox? Die Weiterentwicklung ist notwendig um mit den Anforderungen der Zeit und den Ansprüchen der eigenen Kunden fertig zu werden. Also um selbst weiter zu leben. Wer sich nicht verändert, im Sinne der Weiterentwicklung wird überholt und stirbt aus. Es kann hilfreich sein, die eigene Entwicklung (als Team, als Firma…) zu reflektieren: wo kommen wir her, wo wollen wir hin und was macht für uns Sinn? Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer „stabilen“ Entwicklung.

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Hier noch zwei inspirierende Gedanken von Frau Dr. Roswita Königswieser zum Thema Wissen im beraterischen Kontext:
1. Eine Person/BeraterIn alleine kann nicht alles „wissen“. Dafür kann man einen entsprechenden Umgang finden. Die Lösung? Ein Berater-Team zusammenstellen in dem möglichst viele Wissensbereiche abgedeckt werden.
2. Berater brauchen Branchenwissen, um die richtigen Fragen zu stellen und „Prozessexpertise“ um Muster zu erkennen und neue Prozesse anstoßen zu können.

Mein Fazit: Entwicklung und Stabilität von Organisationen sind, ebenso wie beim einzelnen Menschen, nicht zwei Seiten einer Medaille. Sie stellen ein Kontinuum dar. In der Tat muss eine Veränderung kein Bruch sein, sondern eine natürliche Evolution im Laufe einer Geschichte. Auch der Geschichte eines Systems.

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Über supervisoressa

supervisoressa - Systemische Praxis für Supervision, Coaching und Familientherapie. Fortbildungen in Systemik und Reggio Pädagogik.
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