Bücher für eine systemisch fundierte Arbeit

Endlich ist es soweit! Die Bücher von Klaus Mücke sind wieder verfügbar!

Mir gefällt die Art und Weise, wie der Autor die systemische Arbeit beschreibt: pragmatisch, verständlich, leicht umsetzbar. Es ist auf jeden Fall alles umsetzbar, was er vorstellt! Die Bücher sind sehr umfangreich und befassen sich detailliert mit vielen Aspekten der theoretischen und praktischen Beratung/Supervision/Therapie. Die Kapitel sind in Unterkapitel mit prägnanten Überschriften eingeteilt, die Themen werden kurz und klar, auf den Punkt präsentiert.

Klaus Mücke lernte von vielen Großen und u.a. sehr viel von Gunther Schmidt. Die Einflüsse sind deutlich zu erkennen und vom Autor markiert durch Erwähnungen und Zitate.

Die Bücher „Hilf Dir selbst und werde, was du bist“ und „Probleme sind Lösungen“ sollte jede systemische BeraterIn gelesen/angewandt habe . Es sind richtige Arbeitsbücher voller Ideen, Übungen und einleuchtende Erklärungen der Ansätze und der Interventionen. Das erste hier (welches der Autor in der Reihenfolge eigentlich als letztes geschrieben hat) konzentriert sich ganz auf die praktische Arbeit und auf konkrete Fälle mit passenden Methoden und Geschichten, das zweite beschreibt mehr die Metaebene aber mit vielen Praxis- und Fallbeispielen. Das Buch „Wer nicht handelt, wird be-handelt“ ist für die psychotherapeutische Arbeit zu empfehlen und das kleine „Wo aber Gefahr ist, wächst das rettende auch“ (wie wahr!) ist ein Zitate-Buch. Auch ganz toll!

Also, wie man merkt, bin ich restlos begeistert und gebe diese Begeisterung gerne weiter.

Und jetzt das Beste: wenn man bis 18.12.2018 bestellt, bekommt man die Bücher zu einem Subskriptionspreis und spart bis zu 10€ pro Buch! Hier ist der Link zu den Büchern und zum Verlag: https://oekosysteme-verlag.de/

Das „Hilf Dir selbst…“  Buch hatte ich bereits in 2006 in der Erstausgabe gekauft, daher hab ich mir jetzt die letzte überarbeitete und erweiterte Ausgabe bestellt.

Eine Seite aus „Hilf Dir selbst…“, mit einer zeichnerischen Darstellung des Seitenmodells

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Den systemischen Werkzeugkoffer für alle „Fälle“ dabei haben…

Die Teilnehmer der Fortbildung haben die Ihnen schon bekannten: Methoden gesammelt und sortiert, Sind es eher sprachliche, räumliche oder eher einem inneren Erleben zugewandte Intervention?

Im Laufe des Seminars wurden einige der mitgebrachten Werkzeuge vertieft und Neue kennengelernt (Seitenmodell, 6Hüte-Methode, Aufmerksamkeitsfokussierung, unterschiedsbildende Fragen, Lösungsorientierung, Bilderverfahren u.v.a.).

Fortbildung Systemische Methoden

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Aufmerksamkeitsfokussierung

Aufmerksamkeitsfokus

Wenn auf die Lösung fokussiert wird, gerät das Problem in den Hintergrund!
Jegliches Erleben, ob negatives oder positives, wird durch die Ausrichtung der Aufmerksamkeit erzeugt und aufrecht erhalten. Das worauf wir schauen bekommt Raum und wächst. G. Rinallo

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Arbeit mit dem Team-Management-Kreis

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Kommunikationsweise

Konflikte sind überwindbar und eine Chance sich besser kennen zu lernen, auch in einem Team. 

Ein Team in dem sich die Teammitglieder trauen, ihre Enttäuschungen und Erwartungen dem Leiter gegenüber zu äußern. Ein Team, das gleichzeitig bereit ist, dem Leiter zuzuhören, was die Gründe seiner Handlungen und Reaktionen gewesen sind. Im Laufe des Gesprächs bringt der Leiter den Teammitgliedern Verständnis entgegen und er äußert eine Entschuldigung. Auch der Leiter seinerseits hört gut zu, übernimmt Verantwortung und gibt die Grenzen seiner Möglichkeiten ehrlich zu. 

Es stellt sich heraus, dass der Leiter so gehandelt hat, wie seine Vorgesetzten mit ihm. Und das findet er nicht gut! So möchte er eigentlich nicht behandelt werden und er möchte auch nicht seine Mitarbeiter so behandeln. Die Teammitglieder können die Motive des Leiters besser nachvollziehen. 

Nach der Aussprache äußern Viele ein Gefühl von Erleichterung, zufrieden zu sein, dass sie sich getraut haben sich zu öffnen, Andere sind froh, über die neue Kooperationsbasis. Neue Kommunikationsweisen und -wege werden gemeinsam verhandelt und vereinbart. 

Am Ende der Supervision ist die Harmonie wiederhergestellt und niemand musste sein Gesicht verlieren. Alle haben etwas gewonnen. Und auch ich bin zufrieden. Das Team meldet mir zurück, dass meine Vorgehensweise gefallen fand und der Leiter, dass er sich gut begleitet gefühlt habe.

Kommunikation im Team

1. Supervision: Kommunikation als „wertvolle“ Verbindung zwischen den Teammitgliedern.

Kommunikation im Team

3. Supervision: Der kleine Kommunikation-Stein ist gewachsen.

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www.grazia-rinallo.de

Man prüfe sich selbst…

„Wie können wir im Urlaub die Zeiten für den Medienkonsumen effektiv und ohne Missstimmungen zu erzeugen einschränken? Am liebsten würde ich gleich anordnen, dass die Handys Zuhause bleiben!“ 

Mit dieser Frage beschäftigen sich Eltern einmal mehr kurz vor den Urlaub. Eine Vater sitzt vor mir, mit offenem Tablet, erklärt sich: „Ich habe meine Fragen darauf stehen, mache mir ein paar Notizen.“ Etwas später, leg er auch das iPhone noch dazu, das er zuvor gezuckt hatte, um eine Info zu googeln. Während es da offen vor ihm liegt sehe ich, wie es immer wieder mal aufleuchtet, Nachrichten werden eingeblendet. Sein Blick, geht wahrlich nur kurz dahin, er kann Multitasking, schenkt mir weiterhin seine Aufmerksamkeit. 

„Werden Sie auch Ihre Medien zuhause lassen können?“ 

„Ich brauche sie beruflich, ich muss erreichbar sein für meine Segretärin und für den Chef.“ 

Bevor Sie ihren Kindern verbieten, Ihre Spiel- und Kommunikationsmittel mitzunehmen, seinen Sie sich bewusst, dass Sie auch in diesem Aspekt ein Vorbild sind. Die Kinder werden Ihnen zurecht vorwerfen, dass Sie sich nicht an Ihren eigenen Regeln halten. 

Thematisieren Sie lieber, den Umgang mit den Medien: „Wie wollen wir es machen: Zuhause lassen, Zeiten einrichten, werdet ihr euch daran halten können?“ Kinder können sich besser an Vereinbarungen halten, wenn sie diese mitentscheiden.  

Wie wäre es, wenn Sie dann auch Ihre eigene Erreichbarkeit einschränken, z. B.  die Emails morgens und abends checken und dazwischen wirklich „Urlaub“ machen? Sie würden ihren eigenen Erwartungen entsprechen, ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und dabei selbst etwas Abschalten.  

Und wenn Sie doch zwischendurch ein Gerät in die Hand nehmen, weil Sie selbst etwas googeln, emails beantworten oder telefonieren, sollten sie es danach bewusst und demonstrativ wieder weglegen: „So, fertig, jetzt kann das weg! Wollen wir eine Runde Fußball spielen?“

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