Kommunikationsweise

Konflikte sind überwindbar und eine Chance sich besser kennen zu lernen, auch in einem Team. 

Ein Team in dem sich die Teammitglieder trauen, ihre Enttäuschungen und Erwartungen dem Leiter gegenüber zu äußern. Ein Team, das gleichzeitig bereit ist, dem Leiter zuzuhören, was die Gründe seiner Handlungen und Reaktionen gewesen sind. Im Laufe des Gesprächs bringt der Leiter den Teammitgliedern Verständnis entgegen und er äußert eine Entschuldigung. Auch der Leiter seinerseits hört gut zu, übernimmt Verantwortung und gibt die Grenzen seiner Möglichkeiten ehrlich zu. 

Es stellt sich heraus, dass der Leiter so gehandelt hat, wie seine Vorgesetzten mit ihm. Und das findet er nicht gut! So möchte er eigentlich nicht behandelt werden und er möchte auch nicht seine Mitarbeiter so behandeln. Die Teammitglieder können die Motive des Leiters besser nachvollziehen. 

Nach der Aussprache äußern Viele ein Gefühl von Erleichterung, zufrieden zu sein, dass sie sich getraut haben sich zu öffnen, Andere sind froh, über die neue Kooperationsbasis. Neue Kommunikationsweisen und -wege werden gemeinsam verhandelt und vereinbart. 

Am Ende der Supervision ist die Harmonie wiederhergestellt und niemand musste sein Gesicht verlieren. Alle haben etwas gewonnen. Und auch ich bin zufrieden. Das Team meldet mir zurück, dass meine Vorgehensweise gefallen fand und der Leiter, dass er sich gut begleitet gefühlt habe.

Kommunikation im Team

1. Supervision: Kommunikation als „wertvolle“ Verbindung zwischen den Teammitgliedern.

Kommunikation im Team

3. Supervision: Der kleine Kommunikation-Stein ist gewachsen.

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Man prüfe sich selbst…

„Wie können wir im Urlaub die Zeiten für den Medienkonsumen effektiv und ohne Missstimmungen zu erzeugen einschränken? Am liebsten würde ich gleich anordnen, dass die Handys Zuhause bleiben!“ 

Mit dieser Frage beschäftigen sich Eltern einmal mehr kurz vor den Urlaub. Eine Vater sitzt vor mir, mit offenem Tablet, erklärt sich: „Ich habe meine Fragen darauf stehen, mache mir ein paar Notizen.“ Etwas später, leg er auch das iPhone noch dazu, das er zuvor gezuckt hatte, um eine Info zu googeln. Während es da offen vor ihm liegt sehe ich, wie es immer wieder mal aufleuchtet, Nachrichten werden eingeblendet. Sein Blick, geht wahrlich nur kurz dahin, er kann Multitasking, schenkt mir weiterhin seine Aufmerksamkeit. 

„Werden Sie auch Ihre Medien zuhause lassen können?“ 

„Ich brauche sie beruflich, ich muss erreichbar sein für meine Segretärin und für den Chef.“ 

Bevor Sie ihren Kindern verbieten, Ihre Spiel- und Kommunikationsmittel mitzunehmen, seinen Sie sich bewusst, dass Sie auch in diesem Aspekt ein Vorbild sind. Die Kinder werden Ihnen zurecht vorwerfen, dass Sie sich nicht an Ihren eigenen Regeln halten. 

Thematisieren Sie lieber, den Umgang mit den Medien: „Wie wollen wir es machen: Zuhause lassen, Zeiten einrichten, werdet ihr euch daran halten können?“ Kinder können sich besser an Vereinbarungen halten, wenn sie diese mitentscheiden.  

Wie wäre es, wenn Sie dann auch Ihre eigene Erreichbarkeit einschränken, z. B.  die Emails morgens und abends checken und dazwischen wirklich „Urlaub“ machen? Sie würden ihren eigenen Erwartungen entsprechen, ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und dabei selbst etwas Abschalten.  

Und wenn Sie doch zwischendurch ein Gerät in die Hand nehmen, weil Sie selbst etwas googeln, emails beantworten oder telefonieren, sollten sie es danach bewusst und demonstrativ wieder weglegen: „So, fertig, jetzt kann das weg! Wollen wir eine Runde Fußball spielen?“

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Über die Zeit und das Zeitreisen

Hier entsteht eine Zeitmaschine in einer Kita-Gruppe:

Was ist eine Zeitmaschine?
Milo (5,11 Jahre): Das ist eine Maschine, mit der man in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen kann.
Was ist die Vergangenheit?
Milo (5,11 Jahre): Die Zeit als die Dinosaurier gelebt haben.
Mona (4,7): Оder, wo wir noch nicht gelebt haben.
Luan (4,8): Wir könten einen Auspuff an die Zeitmaschine bauen, damit sie schneller fliegen kann…

Über der Zeit:
Clara (3,3): „Ich mag die Zeit, wenn es Mittagessen gibt“
Mara (5,4): „Ich mag die, wenn wir lesen.“
Dana (5,2): „Ich mag die Zeit zum Malen und zum Eis essen.“
Mona (4,7): „Ich mag gerne die Fünf, da darf ich mit Mama oder Papa etwas gucken.“
Lutz (5,2): „Ich hab gerne viel Zeit zum Lego spielen und Malen.“
Gerd (4,2): „Zeit geht langsam vorbei.“
Milo (5,11): „Manchmal geht die Zeit schnell um und manchmal langsam. Wenn ich spiele geht die Zeit schnell vorbei. Die Zeit geht langsam um – das kommt einem so vor – wenn man irgendwo in der Schlange steht.“
Luan (4,8): „Warten dauert lange.“

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www.grazia-rinallo.de

MIT-BESTIMMUNG und andere Artikel…

…zu lesen in der wamiki 06/16.

Im Artikel „Mit-Bestimmung“ schildere ich anhand von durchgeführten Team-Prozessen, wie meine Fortbildungen zum Thema Partizipation gegliedert sind und was sie bewirken.
Es ist spannend, was in einem Team und in der gesamten Organisation in Bewegung geraten kann, wenn man/frau sich auf Etwas einlässt!

„Kraken, Haie und Piraten“ stellt die Fortsetzung des Projektes mit der Meerjungfrau dar. Das ist der zweite Beitrag zum „Wasser-Projekt“, Teil III  erscheint im nächsten Heft .

Und auch zu Gute Frage „Wer bestimmt, wann der PC ausgeknipst wird?“ gebe ich wieder meinen Senf dazu ;-).

Viel Spaß beim Lesen!

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Systemische Gesprächsführung für eine gelungene Kooperation

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Präsentation: Das Kind in seinen ersten Systemen

Menschen leben in Systemen. Kinder auch. Diese Tatsache bildete die Ausgangsprämisse  meiner heutigen Fortbildung „Systemische Gesprächsführung für gelungene Gespräche“.
Die Familie ist das erste System in das ein Kind hineingeboren wird. Danach tritt es weiteren Systemen bei und wird somit Teil mehrerer Systeme gleichzeitig.
Das gemeinsame Gespräch zwischen Eltern und Pädagogen ist kein nettes „Accessoires“ für die pädagogische Arbeit, sondern eine wesentliche Voraussetzung für das Wohlbefinden und die konfliktfreie Entwicklung des Kindes. Denn das System Familie vertraut das Kind, eins seiner Systemmitglieder, für eine begrenzte Zeit, einem anderen sozialen System an – z.B. der Kita, der Schule, der OGS o.ä. – damit es eine möglichst optimale Betreuung, Entwicklung und beste Bildungschancen bekommt. Das Familiensystem hofft, dass mit dem Kind und mit der Herkunftsfamilie respektvoll umgegangen wird. Das Institutionssystem (Kita/Schule/OGS…) erwartet Beteiligung und Kooperation…

Systemische Kriterien und Aspekte aus der Gewaltfreieren Kommunikation bilden eine gute Vorbereitung und Durchführung für schwierige Gespräche. Nach dem theoretischen Teil der Schulung brachten die Teams der zwei Kitas ganz konkrete Beispiele ein, die wir anhand von kleinen aber bedeutsamen Interventionen bearbeiten konnten.

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Eine „Gute Frage“

…im Fachmagazin #wamiki 05/16 lautet diesmal:  „Was hat der PC in der Kita zu suchen?“

Meine Anwort dazu? Klick hier… 

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